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Bereits um das Jahr 1575 soll sich der
noch junge Galileo Galilei mit kleinen Maschinen und mechanischen
Spielen, die er selbst erfand oder den allgemein gebräuchlichen
nachbildete, beschäftigt haben. Auch der große Mathematiker Newton
verdankte seine Wissenschaftskarriere ganz offensichtlich seiner
frühen Hinneigung zum Experimentieren mit selbst erstellten
mechanischen Modellen, was seinen Onkel (der Vater war früh
verstorben) dazu brachte, den jungen Isaac, der eigentlich hätte Bauer
werden sollen, für das Trinity-College in Cambridge zu empfehlen. |
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Schon hier wird deutlich, dass sich der
Begriff Modellbau keineswegs immer nur auf eine Nachbildung der
Wirklichkeit beschränkt. Vielmehr kreieren Modellbauer oftmals
Modelle, die im “wirklichen Leben” noch gar nicht oder nicht in dieser
Form existieren. So war es im Flugzeugbau zu allen Zeiten üblich, das
riskante Spiel gegen die Schwerkraft erst mal mit nicht manntragenden
Modellen zu eröffnen. Bekannt sind die Flugmodellzeichnungen von
Leonardo da Vinci. Auch ist belegt, dass die Gebrüder Wright mit
gefesselten, drachenähnlichen Modellen die Wirkung von Steuerrudern
erprobten. |
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Der Bau von Flugmodellen ist von dem
uralten Menschheitstraum, vogelgleich die Lüfte zu erobern, kaum zu
trennen. Lange Zeit stellte die Nichtsteuerbarkeit von Flugmodellen
ein Problem dar. Sie waren - soweit flugfähig - ein Spiel der Winde.
Früh versuchte man es mit naturgegeben Orientierungshilfen wie etwa
der Magnet-(Kompass-)Steuerung. Die wilden Jahre der Fliegerei nach
1930 rissen natürlich auch den Modellflug mit. Viele der damals
entstandenen Leichtbaumethoden (man kannte hierzulande noch kein
Balsaholz) haben bis heute überlebt. In den Nachkriegsjahren erlebte
der Flugmodellbau dann nochmals eine rasante Entwicklung.
Schrittmacher war die Halbleiterelektronik, welche bald den Bau
leichter und immer mehr zuverlässiger Fernsteuerungen erlaubte. |
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